Francos Erbe – Spaniens geraubte Kinder

Francos Erbe – Spaniens geraubte Kinder

Dienstag, 18. April, 19:30 Uhr im Casablanca Filmkunsttheater

anschließend Filmgespräch mit Regisseurin Inga Bremer und der Historikerin und Journalistin Heike Demmel (Radio Z).

Seit dem Ende des Spanischen Bürgerkrieges bis weit in die 1990er Jahre hinein, wurden in Spanien mehr als 300.000 Babys ihren Eltern weggenommen oder sogar heimtückisch geklaut. Einer der größten Skandale der jüngeren europäischen Geschichte fand außerhalb von Spanien bislang noch kaum Gehör.

Während Francos’ Diktatur in Spanien wurden die Kinder der politischen Gegner zwangsadoptiert. Daraus entwickelte sich schnell ein Kinderhandelsring. Die Säuglinge wurden ihren Eltern direkt nach der Geburt weggenommen, für tot erklärt und an zahlungswillige, kinderlose Paare verkauft. Ärzte, Nonnen, Priester, Sozialämter und Notare waren die Drahtzieher.

Die Filmemacherin Inga Bremer begleitet drei Opfer dieser Schicksale auf der Suche nach ihrer Familie und ihrer Herkunft.

D 2016 / R: Inga Bremer / 70 Min. / OmU

Sondervorstellung in Kooperation mit Radio Z und Pueblo en armas.

Ausstellung und Veranstaltungsreihe in Nürnberg 13.7.2016 bis 29.07.2016

Pueblo en Armas

Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-1939

Ausstellung und Veranstaltungsreihe

13.7.2016 bis 29.07.2016

In der Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg

Veranstalterin: Ausstellungsgruppe „ Pueblo en Armas“
Unterstützt von der Villa Leon, dem Casablanca Filmkunsttheater, der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Nürnberg (FAU) und der Kurt Eisner Verein Rosa Luxemburg Stiftung in Bayern

Mittwoch, 13.7.2016, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung Villa Leon
Pueblo en Armas – Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936-1939.
Im Juli 2016 jährt sich zum 80sten Mal der Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Die Ausstellung „Bürgerkrieg und Revolution in Spanien“ gibt einen Überblick über die geschichtlichen Ereignisse und beleuchtet drei Themenfelder näher:
- Anarchismus war eine tragende Säule im Widerstand gegen den Militärputsch, selten gab es umfangreichere Ansätze der Realisierung anarchistischer Konzepte
- Internationale Freiwillige kamen aus aller Welt und kämpften gemeinsam mit ihren spanischen GenossInnen bewaffnet gegen die Franquisten und den Faschismus
- Frauen im spanischen Bürgerkrieg kämpften gegen Putsch und Faschismus mit dem Gewehr in der Hand. Sie waren Ministerinnen, Agitatorinnen und viel mehr. Und doch wurden sie im Verlauf des Krieges wieder in traditionelle Rollen zurückgedrängt.
Die Ausstellung versucht anhand von politischen Plakaten, Bildern und Erlebnisberichten einen Eindruck des historischen Ereignisses in unsere heutige Zeit zu transportieren.

Ausstellung und Vorträge alle in der Villa Leon, Philipp-Körber-Weg 1, Nürnberg und Vorträge im Projekt 31 An den Rampen 31, Nürnberg

Öffnungszeiten der Ausstellung:
in der Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, Nürnberg
Di. bis Fr. von 10 bis 22 Uhr, Sa. und So. von 17 bis 22 Uhr,
bei Veranstaltungen oder nach Absprache
Tel. 231 – 7400; www.kuf-kultur.de/villa

Mittwoch, 13.7.2016, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung in der Villa Leon

„Ich bin nicht an die Front gekommen, um mit dem Putzlumpen
in der Hand zu krepieren.“ – Frauen im Spanischen Bürgerkrieg
Heike Demmel, Historikerin
Mittwoch, 13.7.2016, 20 Uhr, Villa Leon

George Orwell – Mein Katalonien
Nina Schäfer
Donnerstag, 14.7 2016, 20 Uhr, Projekt 31

Geschichte der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT
Ein Mitglied der CNT aus Nürnberg
Dienstag, 19.7.2016, 20 Uhr, Projekt 31

Anarchismus und Kollektivismus im Spanischen Bürgerkrieg
Prof. Dr. Walther L. Bernecker,
Mittwoch, 20.7.2016, 20 Uhr, Villa Leon

Die spanische Linke und der Bürgerkrieg
Wie die spanische Arbeiterbewegung an die Revolution und
den Bürgerkrieg erinnerte
Dr. Alexandre Froidevaux
Donnerstag, 21.7.2016 20 Uhr Villa Leon

„Tierra y Libertad“ – Land and Freedom
Ein Spielfilm über den Spanischen Bürgerkrieg, Regie: Ken Loach
Sonntag, 24.7.2016, 20.00 Uhr, Casablanca Filmkunsttheater

Veranstalterin : Ausstellungsgruppe „ Pueblo en Armas“
www.sbk.blogsport.de mail : sbk@feld22.de

Mitveranstalter: Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung
in Bayern http://www.by.rosalux.de/

Veranstaltungsorte :
Casablanca Filmkunsttheater, Brosamer Straße 12, Nürnberg
ÖPNV: U1/U11 Straßenbahn 5/6, Haltestelle Aufseßplatz
P 31, An den Rampen 31, Nürnberg
ÖPNV: Straßenbahn 4/6, , Haltestelle Landgrabenstraße
VILLA LEON, Philipp-Koerber-Weg 1 Nürnberg
ÖPNV: U2/3, S-Bahn, Haltestelle Rothenburger Straße

Der Flyer ist als pdfhier zu finden.

Das Plakat als pdfhier zu finden.

Die Ausstellung zum spanischen Bürgerkrieg ist als pdf hier zu finden.

Begleitband zur Ausstellung

Autorengruppe Pueblo en Armas
PUEBLO EN ARMAS
Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936 – 1939

Am 19. Juni 1936 putschte General Franco mit seinen Truppen. Der Plan der Putschisten, Spanien im Sturmlauf zu erobern, scheiterte in Barcelona, Madrid, Málaga sowie in Katalonien, Zentralspanien und großen Teilen von Aragón, Asturien und im Baskenland am organisierten Widerstand von revolutionären ArbeiterInnen.
Der Widerstand gegen die Aufständischen war, je nach Lage und Grad der Organisation der ArbeiterInnen, in ganz Spanien vorhanden. Am meisten widersetzte sich Barcelona den Putschisten. Hier nun standen in den ersten Tagen des Aufstandes die ArbeiterInnen, von den anarchistischen Organisationen mobilisiert, mit allen möglichen Waffen, die sie aus ganz Spanien gestohlen oder enteignet hatten, auf den Straßen. Schlecht bewaffnet und ohne jegliche militärische Leitung warfen sie sich den aus den Kasernen strömenden Soldaten entgegen.
Diese Siege der revolutionären Arbeiterschaft hatten weitreichende Konsequenzen. Überall da, wo sie siegten, setzte ein tiefgreifender Prozess der Revolutionierung der Gesellschaft ein. Fabriken wurden enteignet, die LandarbeiterInnen schlossen sich zu Kollektiven zusammen und die zivile Verwaltung wurde von ArbeiterInnenräten ausgeübt. Die Republik hatte ihre Staatsgewalt verloren. Die Macht lag vollständig in den Händen der ArbeiterInnen und ihrer Organisationen.
Begonnen hatte eine Revolution von unten.
Der Traum von Freiheit währte nur kurz und endete 1939 in einer bitteren Niederlage. Doch der kurze Sommer der Anarchie hat sich bis heute ins kollektive Gedächtnis jeder emanzipatorischen Bewegung eingebrannt.
ISBN 978-3-86841-055-6 78 Seiten 10 €
Edition AV